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    Zeitenfries hinterm Eisernen Vorhang

    Jörg Herolds vor seiner skulpturale Arbeit

    Jörg Herolds skulpturale Arbeit "Zeitenfries hinterm Eisernen Vorhang" positioniert sich im architektonischen Ensemble von Schloss, Theater und Museum, steht wie ein Zeichen im städtischen Raum. Die Installation fungiert als Bühnenverschalung für Mozarts Zauberflöte (26.6.-31.7.) und das anschließende Musical Sorbas (8. – 30.8.) im Rahmen der SCHLOSSFESTSPIELE SCHWERIN 2009.

    Jörg Herold, der sich als „Dokumentararchäologe“ bezeichnet, setzt in seiner Kunst auf Brüche und Zäsuren, die neuartige Perspektiven auf unterschiedlichste Ereignisse sowohl der Geschichte als auch des aktuellen Zeitgeschehens eröffnen. Kausalität oder gar Kategorisierungen sind seinem Weltverständnis fremd.

    Herolds Installation nimmt 20 Jahre nach dem Mauerfall auf dieses konkrete Ereignis Bezug, transformiert es jedoch mit seinem Zeitenfries in einen weltgeschichtlichen Kontext. Dem Künstler geht es im wahrsten Sinne des Wortes um Einsichten, die nichts vortäuschen, sondern Neugier und Interesse wecken.

    Die Folge von 13 Bildwelten verdichtet sich zu einem fiktiven Land, dessen Lokalisierung nicht möglich ist, weil es zwischen Geschichte, Gegenwart und Zukunft liegt. Die Bildfragmente bestehen sowohl aus Kopien ethnografischer Fotografien als auch aus Zitaten historischer Malerei. Im Spannungsfeld von Imagination, Dokumentarischem und malerischer Umsetzung erweiterte er eine auf Fakten, Realien und Dokumenten beruhende Rekonstruktion von Geschichte.

    In seinem Zeitenfries hinter dem Eisernen Vorhang führt der Künstler drei unterschiedliche Bereiche der Kunst – Architektur, Malerei und Theater – zu einer faszinierenden und zugleich erkenntnisreichen Synthese.

    Dr. Kornelia Röder

    Ein Teil der skulpturalen Arbeit
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