| Nach dem sensationellen Erfolg
mit Aida 1999 folgt im Rahmen der Schlossfestspiele
eine weitere spektakuläre Opernproduktion auf dem Alten
Garten. Anlässlich des 100. Todestages von Giuseppe Verdi
wird das Staatstheater Schwerin eine Oper zur Aufführung
bringen, die mit Recht als Schlüsselwerk in Verdis künstlerischem
Schaffen angesehen wird: Nabucco. Wie bereits vor
zwei Jahren wird man ein außergewöhnliches Kulturereignis
auf einem der schönsten Plätze Norddeutschlands, umrahmt
vom berühmten Schweriner Schloss, dem Staatlichen Museum
und dem Staatstheater, erleben. Es besteht eine Platzkapazität
von 2.500 numerierten Sitzplätzen je Vorstellung. Eine
Gruppe internationaler SängerInnen konnte für die Produktion
engagiert werden.
"Mit dem ‚Nabucco' begann mein eigentlicher Weg als
Opernkomponist", erinnerte sich 1879 der mittlerweile
weltberühmte Verdi, 37 Jahre nach der triumphalen Uraufführung
des Werkes an der Mailänder Scala. Keine andere Oper
ist mit seinem Werdegang so eng verbunden wie Nabucco.
Vorausgegangen war eine Serie persönlicher und künstlerischer
Schicksalsschläge: Verdi hatte in kurzer Folge seine
beiden Kinder verloren, 1840 starb auch noch seine junge
Ehefrau Margherita Barezzi. Die Oper "Un giorno di regno"
fiel im selben Jahr katastrophal durch. Zutiefst deprimiert
beschloss Verdi, nie wieder eine Oper zu schreiben.
Nur dem unermüdlichen Engagement des Impressarios der
Scala, Bartolomeo Merelli, ist es zu danken, dass es
nicht bei diesem Entschluss blieb. 1841 über-gab er
Verdi ein Libretto von Temistocle Solera mit dem Titel
"Nabucco", und er brachte ihn beinahe mit Gewalt dazu,
dieses Werk zu komponieren. Dass es Verdi in dem wohl
schwärzesten Jahr seines Lebens gelang, den Gefangenenchor
"Va pen-siero sull'ali dorate" ("Zieht, Gedanken, auf
goldenen Flügeln...") als Ausdruck von Hoffnung und
Zuversicht in tiefster Bedrängnis zu komponieren, spricht
für seine geniale Meisterschaft. Dieser Chor, der am
Beginn der Komposition des Nabucco stand, wurde
nicht nur zu einer der berühmtesten Opernmusiken, er
gilt in Italien bis heute als inoffizielle Nationalhymne.
Nabucco ist darüber hinaus aber auch eine heroische
Oper voller revolutionärer Kraft, dramatischer Szenen
und melodischer Explosionen - eine Oper, die den jungen
Komponisten nach ihrer Uraufführung 1842 schlagartig
berühmt und zu einer nationalen Symbolfigur machte.
"Dies ist die Oper, mit der in Wahrheit meine
künstlerische Laufbahn beginnt. Und wenn ich auch mit
großen Schwierigkeiten kämpfen musste, so ist doch sicher,
dass Nabucco unter einem glücklichen Stern zur
Welt kam! " (Verdi, 1879)

| Es sangen: |
 |
NABUCCO |
Walter Donati
/ Rodolfo Mertens/ Boris Trajanov |
 |
ISMAEL |
Gerhard Le
Roux / Jeffrey Stewart |
 |
ZACCARIA |
Peter Daalyiski
/ Greg Ryerson |
 |
ABIGAIL |
Maria Russo/
Pauletta De Vaughn/ Tatjana Chivarova |
 |
FENENA |
Etleva Shemai
/ Michaela Lucas |
 |
OBERPRISTER DES BAAL |
Michel Gagnol
Ochier/ Eckhard Scheglmann/ Roger Krebs |
|  |