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Da sitzen drei Schauspieler im werk3 und lesen gerade in einem Buch von Hermann Harry Schmitz. Nebel zieht auf. Wir bemerken, dass wir in einem Bahnhofswartesaal sitzen. Drei einsame Gestalten sind übrig geblieben. Hier fährt kein Zug nach nirgendwo, aber vielleicht irgendwann der Schienenersatzverkehr. Wenn sich der Nebel, der auch Dampf von einer alten Lokomotive sein könnte, verzogen hat, kann man die Köpfe der drei sehen. Kann in sie hineinsehen. Und da ist Literatur. Und die ist zu hören. Absonderlichkeiten. Befremdliches. Aber mit Humor. Wer hätte dies erwartet? Jeder. „Jeder!“ schreit da eine Figur aus dem Raum, der mal die Mitropa war, jeder, der die grotesken Perlen aus dem Bahnhofssalon des literarischen Surrealismus kennt. Wer von Autoren wie Hermann Harry Schmitz noch nie gehört hat, kann sich hier lustvoll in eine literarische Welt entführen lassen, in die Lucie Teisingerova, Klaus Bieligk und Hagen Ritschel zuvor abgetaucht sind. Eine Kur in einem Sanatorium ist einer Heirat unbedingt vorzuziehen, sie verpflichtet zu nichts, ist billiger und gilt, was wohl das Wesentlichste ist, heute für schick.
(H.H.Schmitz; Im Sanatorium) "Schmitz war ein höchst skurriler, gescheiter, begnadeter Satiriker um die Jahrhundertwende, und seine Stücke aus dem bürgerlichen Heldenleben gehören zum Komischsten, das ich je gelesen habe..." (Elke Heidenreich) am 28. November 2009 im werk3
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