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5. Sinfoniekonzert "Leidenschaft pur"

mit Werken von Piazzolla, Lalo und Prokofjew

„Bei Edouard Lalo ist alles Vornehmheit, Maß, Takt, Ordnung und Präzision." So schrieb einst der Komponistenkollege Alfred Bruneau – und vergaß bei allen dem deutschen Einfluss zuzuschreibenden Tugenden doch glatt die Leidenschaft und sprühende Klangfarbenfülle, die  der Musik des Spätromantikers ihre unverkennbar französische Note verleihen. Ein echtes instrumentales Charakterporträt gelang Lalo mit seinem Cellokonzert, changierend zwischen großer sinfonischer Geste und kammermusikalischer Eleganz, zwischen lyrischer Gesanglichkeit und tänzerischer Raffinesse. Da wagnert es höchstens aus weiter Ferne!

Die das Solokonzert rahmenden Kompositionen umreißen kraftvoll und klangprächtig die Zerrissenheit der einmal südamerikanischen, einmal russischen Musik, die sich zwischen Tradition und Moderne, zwischen Europa und den Einflüssen nationaler Folklore aufrieben und dennoch als Identitätsspeicher enorme Wirkung entfalteten. Astor Piazzolla verschaffte mit seinem berühmten „Libertango“ der Leidenschaft und Lebenslust der Argentinier in Zeiten politischer Krisen ein Ventil, indem er dem nationalen Tanz als Melange aus Klassik, Tradition und Jazz ein neues Gesicht gab. Mit Sergej Prokofjews Ballettmusik zu „Romeo und Julia“ steht dem eine in ihrer rhythmischen Komplexität kaum zu toppende Komposition gegenüber – ein faszinierender Tanz der Töne und Klangfarben, dessen poetische Kraft in der Konzertversion nichts von der unwiderstehlich verzaubernden Wirkung des weltberühmten Stoffes einbüßt.

Astor Piazzolla: Libertango
Edouard Lalo: Konzert für Violoncello und Orchester d-Moll
Sergej Prokofjew: Romeo und Julia op. 64 (Auszüge aus den Suiten Nr. 1 und 2)

 

Zusatzinformationen:

Foto © Neda Navaee