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Der Vetter aus Dingsda

Musikalisches Lustspiel
von Herman Haller und Rideamus
mit Musik von Eduard Künneke
auf Hoch- und Plattdeutsch

  • Inszenierung: Jörg Schade
  • Musikalische Leitung: Thomas Möckel
  • Choreographie: Sergej Gordienko
  • Bühne: Prof. Michael Goden
  • Kostüme: Giselher Pilz
  • Premiere: 13. November 2015, Großes Haus
  • Dauer: 2h 30min, eine Pause

Eduard Künnekes Melodien haben bis heute nichts von ihrer mitreißenden Kraft und ihrem herzerwärmenden Schmelz verloren. Seine vermutlich bekannteste Operette „Der Vetter aus Dingsda“, uraufgeführt 1921 in Berlin, bietet Ohrwürmer wie „Ich bin nur ein armer Wandergesell“, „ Sieben Jahre lebt‘ ich in Batavia“ oder „Strahlender Mond“. Letzterer ist der Liebesbote für Julia, die unaufhörlich von ihrer Jugendliebe Roderich träumt. Schon als Kind hatte sie sich mit ihm verlobt, er jedoch ist seit sieben Jahren in Batavia und hat nichts mehr von sich hören lassen. So bleibt ihr nur der schmachtende Blick in den Nachthimmel, auch wenn sie schon gar nicht mehr weiß, wie Roderich eigentlich aussieht. Josef Kuhbrot, Onkel und Vormund von Julia, und seine Frau wollen, dass ihr wohlhabendes Mündel ihren Neffen August heiratet, damit das Geld in der Familie bleibt. Tatsächlich wirbt August um Julia, wobei er sie glauben lässt, er sei Roderich. Und Julia glaubt ihm nur allzu gern. Als dann der echte Roderich aus der Ferne zurückkehrt, überschlagen sich die Ereignisse, bis Onkel und Tante schließlich in den Mond gucken.

Die Fritz-Reuter-Bühne nimmt sich dieser Operette in einer leichtfüßigen Inszenierung an, in der das Lustspielhafte in den Vordergrund gestellt wird: Onkel und Tante betreiben ein Gartenlokal, sind sich aber selbst die besten Gäste. Ihre plattdeutsche Herkunft können sie auch mit vornehmem Getue nicht überspielen. Das Hauspersonal hat schon lange den Respekt verloren, ganz zu schweigen von der fünfköpfigen Kapelle, die dem Lokal doch eigentlich Flair verleihen soll. Julia und ihre Freundin Hannchen tanzen nicht nur Onkel und Tante, sondern auch dem stieseligen Landratssohn Egon auf der Nase herum. Und Roderich und August stehlen Mädchenherzen in einem Tempo, wie es nur in einer Operette möglich ist. Das kleine Ensemble der Reuter-Bühne wird hierfür – wie bereits bei „Große Freiheit Nr. 7“ und „Das Feuerwerk“ – von Gästen unterstützt. Die Produktion mit hoch- und plattdeutschen Rollen wird nur im Großen Haus und an ausgewählten Gastspielorten gezeigt.

Mitwirkende

 

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