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Im Mittelpunkt der Handlung stehen eine überaus liebeslustige Großherzogin, ein enorm schlachtenhungriger General, ein hemmungslos machtgieriger Baron, ein äußerst heiratswilliger Prinz sowie ein erztreues Liebespaar. Der gebürtige Kölner Jacques Offenbach war König der satirischen Muse und bejubelter Theaterzauberer im Paris des Zweiten Kaiserreichs. Mit „La Grande-Duchesse de Gérolstein“ gelang ihm im Jahr der Pariser Weltausstellung 1867 ein ganz großer Wurf. Mit Charme und Witz nahmen der Komponist und seine Textdichter Henri Meilhac und Ludovic Halévy hier das brisante Thema von Kriegstreiberei und Machtmissbrauch auf. Keine verkniffene Besserwisserei bewegte das Team, sondern mit Souveränität und Humor karikierte man die Welt der Herrschenden. Die kluge Behandlung des letztlich überzeitlichen Stoffes sowie der überwältigende Esprit der Musik, mit ihrem melodischen Einfallsreichtum und der zündenden Rhythmik, begeistern bis heute und gerade in den letzten Jahren ist „Die Großherzogin von Gerolstein“ vermehrt wieder auf deutschen Theaterspielplänen zu finden. Rund um Entstehung und Geschichte dieser Operette gibt es viel zu berichten und zu erfahren. Das interessierte Publikum ist herzlich eingeladen, sich von dem Produktionsteam im Rahmen einer sonntäglichen Einführungs-Matinee umfassend informieren zu lassen. Auf dem Gesprächspodium sitzen Regisseur Arturo Gama, Ausstatter Matthias Rümmler, der musikalische Assistent der Produktion Paolo Bressan sowie Dramaturgin Katja Lorenz. Die Titelpartie wird von der Sopranistin Petra Nadvornik gesungen, die mit der „Großherzogin“ ihr Rollendebüt gibt. Sie und weitere Ensemblemitglieder werden bei der Matinee die eine oder andere musikalische Kostprobe zu Gehör bringen.
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