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Im Jahr 2000 überraschte das Mecklenburgische Staatstheater Schwerin seine jüngsten Zuschauer mit einer Neuerung: Das Weihnachtsmärchen wurde aus einem zugigem Gastspielzelt auf dem Alten Garten in das Große Haus des Staatstheaters geholt und seine Inszenierung zur Chefsache gemacht. Schauspieldirektor Peter Dehler schreibt seither in jedem Jahr die Fassung für einen beliebten Märchenklassiker, die er mit den Schauspielern seines Ensembles auf die Bühne bringt. Er hat nicht nur eine besondere Gabe, dem jüngsten Publikum Geschichten zu erzählen, er versteht es auch, mit einem Augenzwinkern launige Anspielungen für die Erwachsenen einzubauen, ohne dabei die Wahrnehmung der Kinder zu irritieren. Der humorvolle Märchenzauber wird begleitet von viel Musik, die John Carlson in jedem Jahr eigens komponiert. Dieses Erfolgskonzept bewährt sich seit nunmehr zehn Jahren und lockt mittlerweile in der Vorweihnachtszeit über 20.000 Zuschauer jeden Alters ins Staatstheater. In diesem Jahr steht „Der Froschkönig“ 38 Mal im Spielplan. Neu ist, dass der Frosch, die Prinzessin und die anderen Figuren aus dem Märchen nach ausgesuchten Vorstellungen für Autogramme für die Besucher zur Verfügung stehen. Die Geschichte vom Froschkönig ist schnell erzählt. Eine goldene Kugel bringt alles ins Rollen: Weil der Frosch sie aus dem tiefen Brunnen gerettet hat, darf er bester Freund der Prinzessin werden und nicht nur mit ihr von goldenen Tellern speisen, sondern auch in ihrem Bett schlafen. Was man versprochen hat, das muss man halten! Darauf besteht der Vater und beweist damit die vielgerühmte Konsequenz in der Kinderziehung. Dass der Frosch unbedingt geküsst werden will, führt nicht nur zu großem Tumult auf der Bühne, sondern auch zum berühmten Schluss des Märchens. Die Prinzessin knallt ihn an die Wand und alles ist gut! Diese bekannte Handlung steht im Vordergrund der Inszenierung. Peter Dehlers Fassung wartet aber noch mit einem Überraschungseffekt auf, der verblüffend und zwingend zugleich ist. Nur so viel sei verraten: Zwei nicht ganz unbekannte Gestalten werden das Geschehen mit Situationskomik bereichern und durch ihre Zaubereien gewaltig aufmischen.
Pressestimmen: Auszüge, 29. November 2010
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