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    Kleiner Mann, was nun?
    Brit Claudia Dehler
    und Özgür Platte

  • Kleiner Mann, was nun?

    Schweriner Fassung nach Hans Fallada

    Fassung und Regie: Henriette Hörnigk
    Bühne und Kostüme: Franziska Just
    Musik: Smoking Joe
    Premiere: 9. September 2010, E-Werk


    Kleiner Mann, was nun?
    Kleiner Mann, was nun? - Fototrailer

    Die Romane von Hans Fallada sind en vogue auf den deutschen Bühnen, schaut man auf die Spielpläne der letzten Saison. Seine Romane spielen im Milieu der bedrohten deutschen Mittelschicht. Diese hat er gut gekannt, er konnte sozusagen von der Basis aus schreiben. Die existentielle Gefährdung des Angestellten ist - 80 Jahre nach Erscheinen von „Kleiner Mann, was nun?“ - allein durch die Erfahrung von Diktatur und Krieg - heute eine andere. Die Befindlichkeiten jedoch sind wiedererkennbar und erstaunlich deckungsgleich.

    Hans Fallada widmet sich mit der Geschichte seiner Hauptfiguren - dem Verkäufer Johannes Pinneberg und seinem „Lämmchen“ - dem Alltag der kleinen und mittleren Angestellten. Die Angst vor dem Ausschluss aus der Arbeitswelt zieht sich als beengendes Band um das kleine Liebesglück. Die Weltwirtschaftskrise, ihre Folgen und die Chancen zur Revolte können von den Pinnebergs nur naiv und wenig aufbegehrend politisch reflektiert werden. Das hat Fallada damals viel Kritik eingebracht: Er schreibe eine „seichte“ Geschichte mit dem Mief von kleinbürgerlicher Idylle. Was hinter diesem durchaus nachvollziehbaren Aspekt die Geschichte heute nach wie vor so berührend macht, ist die einzigartige Fähigkeit seiner Figuren zum Dialog. Das unbedingte Sich-einander-mitteilen-wollen-und-müssen der Partner rettet sie auch vor dem kompletten Verlust ihrer Identität. Und damit gerät der „altmodische“ Stoff in der übersättigten Informations- und Konsumflut von heute zum Traum vom einfachen Leben.

    Henriette Hörnigk, Chefdramaturgin in Schwerin, arbeitet regelmäßig auch als Regisseurin. Zuletzt inszenierte sie in der vergangenen Spielzeit Sibylle Bergs „Die goldenen letzten Jahre“. Ihre eigene Bühnenfassung des Fallada-Romans wird die Spielzeit 2010/11 am Mecklenburgischen Staatstheater eröffnen und zugleich ihre vorerst letzte Arbeit in Schwerin sein, bevor sie ab der kommenden Spielzeit als Chefdramaturgin und Regisseurin am neuen Theater Halle arbeiten wird




    Pressestimmen: Auszüge, 11. September 2010



    Darsteller:
    Johannes Pinneberg Özgür Platte
    Emma Pinneberg Brit Claudia Dehler
    Mia Pinneberg / Frau Scharrenhöfer Bettina Schneider
    Ernst Lauterbach / Holger Jachmann Stéphane Maeder
    Marie Kleinholz / eine ältere Dame / Portier / Schauspieler Ernst Schlüter Brigitte Peters
    Frauenarzt / Schulz / Heilbutt / Frida 1 / Spannfuß / Schupo Florian Anderer
    Vater Mörschel / Emil Kleinholz / Franz / Herr Lehmann / Hebamme Andreas Lembcke
    Frau Mörschel / Emilie Kleinholz / eine jüngere Dame / Frida 2, Herr Jänecke / Fräulein Fischer / F Lucie Teisingerova


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