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Kabale und Liebe - Trailer Friedrich Schiller entwarf 1782 in Oggersheim auf der Flucht vor Zensur und politisch prekären Verhältnissen das Theaterstück mit dem Titel „Luise Millerin", das von Iffland später markttauglicher in „Kabale und Liebe" umgetauft wurde. Das Stück um die Liebe, welche Standesgrenzen überwindet, sollte die unmenschliche Politik am Hofe des Herzogs Carl Eugen in Württemberg offenbaren. Zu dieser Zeit hatte Friedrich Schiller das „von“ noch nicht im Namen, aber große wirtschaftliche Not im Nacken. Er war alternativlos auf Unterstützung angewiesen, konnte von der Kunst allein nicht leben. Auf seiner Flucht fand Friedrich Schiller ein Quartier auf Zeit bei einer adligen Dame in Thüringen und verliebte sich in deren Tochter. Die Liebe war aufgrund des Standesunterschieds völlig aussichtslos und somit unglücklich, aber sehr fruchtend für die Arbeit an dem Stück „Luise Millerin“. Friedrich von Schiller erlebte immer wieder die Brutalität der Schranken zwischen den Ständen. Er war für die adligen Damen eine aufregender Gesprächspartner, jedoch als Mann eine undenkbare Partie. Kann die Liebe stärker sein als die Berechnung? Vermag das ehrliche Gefühl, dem Angriff der Lüge und der Verleumdung zu widerstehen? Für den Stürmer und Dränger Friedrich von Schiller ist die intrigant erweckte Eifersucht bei Ferdinand, dem Sohn des mächtigen Präsidenten, stärker, als das Vertrauen in die reine Liebe der armen Musikantentochter Luise. Die Unbedingtheit, mit der man für seine Ideale zu kämpfen hat, ist für Schiller die nämliche, mit der die Liebe zu leben sei. Dieser Kampf für die eigenen Ziele, für die Freiheit der Gedanken, die Selbstbestimmtheit der Liebe ist seinen dramatischen Helden immer wieder eigen. Das Anrennen der Individuen gegen gesellschaftlich sanktionierte Zustände, gibt der Liebesgeschichte die historische und gesellschaftliche Dimension. Mit einer Gruppe von überwiegend jungen Schauspielern wird Regisseur Peter Dehler diese große Emotionalität und auch den radikalen Anspruch auf gesellschaftliche Veränderung, den Schiller in starken Worten formuliert, auf die Große Bühne des Mecklenburgischen Staatstheaters bringen.
Pressestimmen: Auszüge, 13. September 2010
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