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    Die heilige Johanna der Schlachthöfe


  • Die heilige Johanna der Schlachthöfe

    Bertolt Brecht

    Inszenierung: Claudia Bauer
    Ausstattung: Patricia Talacko / Bernd Schneider
    Musik: Smoking Joe
    Premiere: 21. Mai 2010, Großes Haus


    Die heilige Johanna der Schlachthöfe
    Die heilige Johanna der Schlachthöfe - Fototrailer

    Bertholt Brecht schrieb „Die heilige Johanna der Schlachthöfe“ während der Weltwirtschaftskrise 1929/30. Darin kann Leutnant Johanna Dark von der Heilsarmee zusammen mit ihren „Schwarzen Strohhüten“ dem Elend der Armen, ihrem Hunger und der wachsenden Arbeitslosigkeit nicht mehr mit Liedern und Predigten beikommen. Die junge Johanna geht zum Fleischkönig Pierpont Mauler, der, von seinen Börsengeschäften überdrüssig, am liebsten das ganze Geschäft hinschmeißen möchte. Dies jedoch ist unmöglich, denn die Börsenfreunde aus New York wittern den ganz großen Coup. Mauler kann nicht widerstehen, verdrängt seine Konkurrenten und wird schließlich zum Alleinherrscher des gesamten Fleischrings. Johanna bittet ihn um Hilfe, woraufhin Mauler sie in die „Tiefe“ schickt, damit sie sich von den Ursachen des Elends bei den Arbeitern selbst ein Bild machen kann. Eine Odyssee beginnt.

    Das Stück bietet Rollen für knapp dreißig Schauspieler. Claudia Bauer inszeniert „Die heilige Johanna der Schlachthöfe“ mit sieben Schauspielern sowie den Schülern des Tanztheaters Lysistratae. „Die Figuren, außer Johanna, stehen meist für ganze Gesellschaftsgruppen bzw. Schichten. Es ist wichtig, das spielerisch klar zu machen. Die Schauspieler sollen deutlich sichtbar in die Rollen und auch wieder aus ihnen herausspringen“, so Claudia Bauer, die nach Heiner Müllers „Quartett“, Dostojewskis „Spieler“ sowie Schmaerings und Hebbels „Nibelungen“ zum vierten Mal in Schwerin arbeitet. Ihre Strategie in der Vorbereitung auf die Arbeit beschreibt sie so: „Ich muss die ‚Theorie’ des Fleischmarktes verstehen lernen, sonst bleibt die faszinierende Sprache nichts als schöne Form. Brechts Dramaturgie ist unausweichlich. Er versucht in ‚Die heilige Johanna der Schlachthöfe’ einen Börsencrash und dessen Folgen für eine Gesellschaft zu analysieren. Hierfür sinnliche und zeitgemäße Bilder zu finden, ist meine große Herausforderung. Brecht erfasst nicht kleine private Ausschnitte, sondern immer die ganze Gesellschaft.“




    Pressestimmen: Auszüge, 25.05.2010



    Darsteller:
    Johanna Dark, Leutnant der "Schwarzen Strohhüte" Brit Claudia Dehler
    Pierpont Mauler, Fleischkönig Bettina Schneider
    weitere Rollen Florian Anderer
    Amadeus Köhli
    This Maag
    Bernhard Meindl
    Markus Wünsch
    Tanztheater Lysistrate


    Die nächsten Termine & Tickets:
    Sa, 25. September 2010, 19.30 Uhr, Großes Haus
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