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    Lob des Kapitalismus


  • Lob des Kapitalismus

    Vom Mauerfall an der Wallstreet

    Inszenierung: Peter Dehler / Markus Wünsch
    Bühne und Kostüme: Franziska Just
    Premiere: 7. Oktober 2009, Alte Staatsbank, Friedrichstr. 5-
    Dauer: 2 Stunden 30 Minuten



    Lob des Kapitalismus
    Lob des Kapitalismus - Fototrailer

    1929 – Weltwirtschaftskrise. Im Jahr zuvor wurde die Uraufführung von Brechts Dreigroschenoper zum Welterfolg, weil er das Elend besingen konnte. Punktgenau traf er das Lebensgefühl der Zuschauer. Dann las er Gorkis Roman „Die Mutter“ und entwarf 1930 das gleichnamige Drama. Ein Lied daraus wurde als Gedicht sehr bekannt: Lob des Kommunismus. In Gorkis/Brechts Mutter geht es um die beispielhafte Entwicklung einer einfachen Frau zu einer bewussten Revolutionärin. Vor 60 Jahren, am 7. Oktober 1949 wurde ein Staat gegründet, in dem alle Bürger diese Entwicklung des Bewusstseins lernen sollten. Bis zum Herbst 1989 erwarben die Bürger ausreichend theoretisches Rüstzeug. Am 9. November 1989 war Schluss damit. Dann kam die Zeit für den Sprung in die nächste Qualität: den Staatsmonopolkapitalismus. Zwischen den Jubiläen von Republikgründung und Mauerfall wollen wir die Erfahrungen des - real existiert habenden – Sozialismus in das neue System einbringen: Lob des Kapitalismus. 2009 – Weltwirtschaftskrise.

    Theaterkritiker Gerhard Stadelmaier hat im Juli in der FAZ nach den Studium der Spielpläne resumiert: „die Theater möchten auch von der Krise profitieren und springen auf alle Trittbretter des kapitalistischen Katastrophenzugs… Die Wüste lebt… und solange der Kapitalismus nicht stirbt, dürfen die Theater darin die Oasen spielen.“

    Das wird sich erweisen. Eine Oase jedenfalls fanden wir außerhalb der Mauern des Staatstheaters. Die alte Staatsbank wird wegen der Sanierung der Untermaschinerie als Alternativ-Spielstätte des geschlossenen Theaters dienen. Die lange Zeit verwaiste Immobilie, deren Grundmauern vom Reichtum und Glanz bessrer Zeiten berichten, ist ein mystischer Ort. Zwischen Panzerschrank und Kassenhalle, zwischen Chefbüro und Vorzimmer spielen wir „Hans im Glück“, die „Speisung der 5000“, Karl Eduard von Schnitzlers „Schwarzen Kanal“, Horst Köhlers Rede „Finanzmärkte im Dienst der Menschheit“, Lyotards „Vom Urknall zur Finanzkrise“. Wir kochen in der HartzIV-Küche, wir singen ein Requiem und wir feiern mit Ihnen den Auftakt einer neuen Theatersaison, bevor das Große Haus am 9. November mit Thomas Brussigs „Helden wie wir“ wiedereröffnet wird.


    Pressestimmen: Lübecker Nachrichten, 10.10.2009



    Pressestimmen: Schweriner Volkszeitung, 09.10.2009



    Pressestimmen: Ostsee-Zeitung, 09.10.2009



    Pressestimmen: Nachtkritik.de, 08.10.2009



    Darsteller:
    Verona Pooth Lucie Teisingerova
    Marie Antoinette Isa Weiß
    Monika Beulert Bettina Schneider
    Sterntaler Jana Kühn
    Maria-Elisabeth Schaeffler Brigitte Peters
    Christiane F. Brit Claudia Dehler
    Wangari Kologo Anna Jamborsky
    Ovid Gottfried Richter
    Adolf Hitler Johann Zürner
    Dalai Lama This Maag
    Mark Mobius Florian Anderer
    Charles Darwin Andreas Lembcke
    Robin Hood Bernhard Meindl
    Karl Marx Sebastian Reusse
    Ludwig Erhard Klaus Bieligk
    Jesus Christus Hagen Ritschel
    Adam Smith Jochen Fahr
    Osama Bin Laden Rüdiger Daas
    Albert Einstein Peter Schneider
    Christian Aurich Sven Jenkel


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