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Jesus Christ Superstar
 Eine Rockoper von Andrew Lloyd Webber und Tim Rice

Regie: Peter Dehler
Musikalische Leitung: Thomas Möckel
Choreographie: Rüdiger Daas
Bühne: Holger Syrbe
Kostüme: Frauke Menzinger Premiere: 10. November 2006, Großes Haus Dauer: 2 Stunden 20 Minuten
Pressestimme: Ostsee Zeitung, 13. November 2006
Pressestimme: Schweriner Volkszeitung, 13. November 2006
Pressestimme: Lübecker Nachrichten, 12. November 2006


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Dass Jesus zum Erlöser wurde, weil er
gekreuzigt wurde, das gehört zur christlichen Heilsgeschichte. - Dass Jesus
aber sterben musste, weil er bereits zum Superstar geworden war, das ist
Stoff für einen Politthriller. Mitten in den Umbrüche Ende der Sechziger
Jahre machten sich Tim Rice und Andrew Lloyd Webber daran, die letzten Tage
von 'Jesus Christ Superstar' konsequent für ihre Generation zu erzählen: in
der geläufigen musikalischen Sprache des Rock and Roll, und aus der
zeitgemäßen Sicht des zweifelnden Sympathisanten, des Jüngers und Verräters
Jesu, Judas Iskariot.
Als einziger nämlich erkennt Judas, wie Jesus mit seiner schnell wachsenden
Popularität sich und sein Gefolge, ja sogar sein Volk gefährdet und dabei
alles zu zerstören droht, wofür er gelebt hat. Und als Jesus seine Kritik
zurückweist und sich stattdessen, wie es scheint, dem Luxus in den Armen
einer Frau hingibt, sieht Judas als Ausweg nurmehr den Verrat.
'Jesus Christ Superstar' wurde selbst ein Superstar: Als das Werk 1971 in
New York City als weltweit erste Rockoper überhaupt zur Uraufführung kam,
hatte der von Murray Head als Judas gesungene Titelsong im Jahr zuvor
bereits die Spitzen der Charts erreicht, und das Konzeptalbum mit
Deep-Purple-Sänger Ian Gillian als Jesus hatte sich innerhalb von neun
Monaten bereits zweieinhalbmillionen Mal verkauft. 720 Mal lief 'Jesus
Christ Superstar' am Broadway und ging dann um die Welt. Die Hauptdarsteller
wurden ihrerseits zu Superstars, von vielen Fans geradezu wie Heilige
verehrt, von denen sie wirkliche Wunder erwarteten.
Die Passion Christi in modernem Slang und im populären Sound zu erzählen,
stellt heute niemand mehr in Frage. Die eigentliche und schärfste
Provokation des Werks aber bleibt in der Darstellung von Judas als Verräter
mit guten Absichten und von Jesus als Erlöser mit irdischen Schwächen - in
der Menschlichkeit hinter dem Mythos."
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