Zehn triebhafte Begegnungen, frivol und zärtlich, melancholisch und
voller Lebenskraft, flüchtig und intensiv. Der Sexus diktiert den
Rhythmus dieses Reigens, in dem weder die soziale Herkunft noch das
Lebensalter eine Rolle spielen: Die Dirne macht es mit dem Soldaten,
der Soldat mit dem Stubenmädchen, das Stubenmädchen mit dem
jungen Herrn, der junge Herr mit der jungen Frau, die junge Frau mit
ihrem Ehemann, der Ehemann mit dem süßen Mädel, das süße Mädel
mit dem Dichter, der Dichter mit der Schauspielerin, die
Schauspielerin mit dem Grafen, der Graf mit der Dirne und der
Reigen hat sich geschlossen. Es wird geflirtet, gespielt, gelogen, verführt
– ein Karussell der flüchtigen Lust, ein Tanz mit den immer wiederkehrenden
drei Elementen: Gier, Ernüchterung und Kälte.
Skandalumwittert und mehrfach verfilmt, hat der Stoff nichts an seiner
ursprünglichen Kraft eingebüßt.
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Lucie Teisingerova und Jakob E.G. Kraze
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