SCHLOSSFESTSPIELE SCHWERIN 2011 Der Freischütz Romantische Oper in drei Akten von Carl Maria von Weber Libretto von Johann Friedrich Kind
Musikalische Leitung: GMD Matthias Foremny
Inszenierung: Frank Bernd Gottschalk
Szenischer Raum: Lutz Kreisel
Kostüme: Bettina Lauer
Choreinstudierung: Ulrich Barthel
Choreographie: Andreas Paesler Premiere: 17. Juni 2011, Freilichtbühne im Schlosspark
Die SCHLOSSFESTSPIELE SCHWERIN präsentieren mit „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber diesen Sommer die wohl bekannteste Oper aus dem Zeitalter der Romantik. Die Handlung passt wunderbar zum diesjährigen Spielort auf der Freilichtbühne im barocken Schlossgarten der Landeshauptstadt, der 2009 Veranstaltungsort der BUGA war. Selten findet sich ein Ort, an dem Kultur und Natur so harmonisch zusammenspielen.
Das Mecklenburgische Staatstheater veranstaltet die SCHLOSSFESTSPIELE SCHWERIN seit 1993 unter der Beteiligung hochkarätiger Solisten, großer Chöre und der traditionsreichen Mecklenburgischen Staatskapelle in atemberaubender Kulisse. Für die diesjährigen Opernaufführungen wird der Schweriner Schlossgarten ab dem 17. Juni durch künstlerisch gestaltete Akzente in eine wildromantische Atmosphäre von Jagd, Natur und Waldlandschaft getaucht. Ein vielfältiges Entreeprogramm u.a. mit Jagdhornbläsern, einem Falkner, Fritz Reuters plattdeutscher Kurzvariante des „Freischütz“ sowie einer Ausstellung zum Internationalen Jahr der Wälder lassen die Aufführungen zu einem Erlebnis für alle Altersgruppen werden. Der Weg zur Freilichtbühne im Schlossgarten führt durch ein künstlerisch gestaltetes Eingangsportal des Malers und Grafikers Volkmar Förster. Dort eröffnet bereits 15 Minuten vor Stückbeginn ein Schützenfest den Opernabend. Unterstützt wird das Programm vom Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern.
Im Mittelpunkt der Handlung steht der junge Jäger Max. Vor der Hochzeit mit Agathe muss er eine Prüfung bestehen. Mit einem Probeschuss im Beisein des Landesfürsten und sämtlicher Jagdgenossen soll er am Hochzeitsmorgen beweisen, dass er sowohl Agathe als auch der Stellung als künftiger Erbförster würdig ist. Doch schon Wochen vor der eigentlichen Prüfung verfehlt er jedes Ziel und erregt den Spott seiner Umgebung. Unklar ist, ob jemand sein Gewehr verhext hat oder ob seine Ängste die fehlende Treffkunst begründen. Max gerät in eine tiefe Krise, die ihn empfänglich für die dämonischen Versuchungen seines Jagdkompagnons Kaspar macht. In seiner Verzweiflung geht er einen Pakt mit den finsteren Mächten ein und begibt sich zu mitternächtlicher Stunde in die verrufene Wolfsschlucht. Dort erwartet ihn schon Kaspar, der Samiels teuflischen Beistand beschwört. Beim Gießen der jedes Ziel treffenden Freikugeln öffnen sich die Pforten der Hölle. Max bringt nicht nur sich selbst, sondern auch Agathe in höchste Gefahr.
Seit seiner Uraufführung 1821 am Königlichen Schauspielhaus Berlin gehört „Der Freischütz“ zu den beliebtesten Opern weltweit. Eine Fülle eingängiger Melodien wie: „Durch die Wälder, durch die Auen“, „Leise, leise, fromme Weise“, „Kommt ein schlanker Bursch gegangen“, der Jägerchor oder der Gesang der Brautjungfern haben sogar schon früh eine Art Volksliedstatus erreicht.
Die musikalische Gesamtleitung liegt auch in diesem Jahr wieder bei Generalmusikdirektor Matthias Foremny. Für die Inszenierung zeichnet Frank-Bernd Gottschalk verantwortlich, ein Regisseur mit jahrzehntelanger Erfahrung. Der gebürtige Königsberger war u.a. Oberspielleiter bei den Wuppertaler Bühnen, am Stadttheater Gießen, am Staatstheater Mainz, bei den Städtischen Bühnen Münster sowie Operndirektor am Theater Erfurt. 2008 inszenierte er für die SCHLOSSFESTSPIELE SCHWERIN mit großem Erfolg „Carmen“. Lutz Kreisel, bis 2007 Chefbühnenbildner des Mecklenburgischen Staatstheaters, entwickelte unter Einbindung der herrlichen Parklandschaft einen stimmungsvollen, vom Maler Caspar David Friedrich inspirierten Szenischen Raum. Die Kostüme, einschließlich der phantasievoll-unheimlichen Gestalten der Wolfsschlucht, wurden von Bettina Lauer kreiert, die am Mecklenburgischen Staatstheater schon 20 Produktionen als Kostümbildnerin geprägt hat.
Entreeprogramm der SCHLOSSFESTSPIELE SCHWERIN 2011:
Jagdsignale – Jagdhornbläser aus Mecklenburg-Vorpommern
vor allen Vorstellungen des „Freischütz“ ab 20 Uhr
Fritz Reuters plattdeutsche Kurzversion des „Freischütz“
19. Juni, 24. Juni, 2. Juli, jeweils ab 20.15 Uhr
Ausstellung zum Internationalen Jahr der Wälder
vor allen Vorstellungen ab 19 Uhr geöffnet
Für das junge Publikum – Das Waldmobil der Landesforst Mecklenburg-Vorpommern
24. Juni und 1. Juli, ab 19 Uhr geöffnet