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"Es ist so viel geschehen, als hätte sich die Welt umgedreht." (Anne Frank, 8. Juli 1942)
Am 12. Juni 1942 bekam das in Amsterdam lebende jüdische Mädchen Anne Frank zum dreizehnten Geburtstag von den Eltern ein Tagebuch geschenkt. Anne war begeistert, denn Schreiben war ihre Leidenschaft. Kaum einen Monat später musste sich ihre Familie vor der Terrorherrschaft der Nationalsozialisten in einem Hinterhaus verstecken. Eine beklemmende Zeit der Isolation begann und Anne vertraute ihrem Tagebuch alle ihre Gedanken, Träume, Ängste und Hoffnungen an. Im August 1944 wurde das Versteck der Franks verraten. Nach der Verhaftung durch die Gestapo führte Annes Leidensweg über Auschwitz in das Lager Bergen-Belsen, wo sie wenige Wochen vor Kriegsende an Typhus starb. Ihre Tagebuchaufzeichnungen jedoch waren gleich nach der Deportation von einer Vertrauten der Familie gesichert worden. Als der russische Komponist Grigori Frid "Das Tagebuch der Anne Frank" Anfang der sechziger Jahre zum ersten Mal las, erlitt er – nach eigenen Worten – einen "emotionalen Schock". Das Schicksal des Mädchens bewegte ihn dermaßen, dass er beschloss, Anne eine Oper zu widmen. Frid fasste zentrale Stellen des Tagebuches zu 21 atmosphärisch dichten Episoden zusammen und komponierte dazu eine von tiefem Mitempfinden durchdrungene Musik. In Schwerin wird die 1999 entstandene Fassung für eine Sängerin und neun Instrumentalisten zu sehen sein.
Pressestimmen: Schweriner Vokszeitung, 09. Juni 2009
Pressestimmen: Ostsee-Zeitung, 08. Juni 2009
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