Zum Stück:
Nach Rigoletto 2005 und La Traviata 2006 vervollständigen die SCHLOSSFESTSPIELE SCHWERIN im Sommer 2007 mit Der Troubadour ihre Reihe großer Open-Air-Inszenierungen von Verdis "Populärer Trilogie" auf dem Alten Garten.
Im Gegensatz zu Rigoletto und La Traviata führt Der Troubadour in eine archaische Welt, in der nicht Persönlichkeiten mit differenzierter Psychologie, sondern eher Archetypen handeln, die von Grundaffekten wie Liebe, Hass, Eifersucht oder Rache beherrscht sind. An seiner Vorlage, dem gleichnamigen Drama des spanischen Autors Antonio García Gutiérrez, interessierte Verdi vor allem das Schicksal der Zigeunerin Azucena, die zerrieben wird zwischen dem Gefühl ihrer mütterlichen Liebe zu ihrem Ziehsohn einerseits und der Verpflichtung zur Rache für den Mord an ihrer eigenen Mutter andererseits. Aus der packenden Geschichte entwickelten Verdi und sein Librettist Salvatore Cammarano eine kaleidoskopische Folge von bildhaften Momentaufnahmen, die der Komponist mit einer Musik ausgestaltete, deren Melodienvielfalt von keinem seiner übrigen Werke übertroffen wird. Viele Kritiker rühmten denn auch diese Oper als Verdis absolutes Meisterwerk, der Dirigent Gianandrea Gavazzeni nannte sie schlicht die "italienische Matthäuspassion". Zur Handlung:
Im Erbfolgestreit um den spanischen Thron kämpft Graf von Luna auf der Seite des legitimen Kronprätendenten gegen Manrico, der für den Rebellen streitet. Beide, Luna und Manrico, lieben dieselbe Frau, die Hofdame Leonora, und stehen sich auch deshalb feindlich gegenüber. Manrico ist als vermeintlicher Sohn der Zigeunerin Azucena aufgewachsen und hat sich als Troubadour Zugang zu den adeligen Kreisen verschafft. Er ahnt nicht, dass er in Wirklichkeit der Bruder Lunas ist. Azucena hat ihn als Säugling entführt, um den gewaltsamen Tod ihrer Mutter zu rächen, und ihn seither als ihr eigenes Kind ausgegeben. In ihrer verzweifelten Lage hetzt sie die beiden Brüder aufeinander und fordert ihren Ziehsohn auf, Luna zu töten. Doch nicht dieser, sondern der geliebte Manrico kommt in dem unerbittlichen Bruderkampf schließlich ums Leben... Weitere Vorstellungen: 30. Juni bis 5. August 2007 jeweils donnerstags bis sonntags um 21 Uhr
ABBRUCHBEDINGUNGEN
Das Mecklenburgische Staatstheater Schwerin ist bemüht, die Vorstellungen der SCHLOSSFESTSPIELE SCHWERIN 2007 auch bei zweifelhafter Witterung abzuhalten. Wir weisen Sie, verehrte Gäste, darauf hin, dass auch bei Regen gespielt wird bzw. es zu Verzögerungen des Beginns oder zu Unterbrechungen kommen kann. Wir empfehlen Ihnen daher, warmer und regenfester Kleidung den Vorzug zu geben, auf Regenschirme jedoch zu verzichten, da diese die Sicht beinträchtigen.
Die Entscheidung, ob eine Vorstellung nicht stattfinden kann, wird grundsätzlich erst am Veranstaltungstag nicht vor Aufführungsbeginn um 21.00 Uhr gefällt.
Muss eine Vorstellung (z.B. aufgrund extremer Wetterbedingungen) abgebrochen werden, bevor die Aufführung 60 Minuten gespielt worden ist, so wird Ihnen der Kartenpreis gegen Einreichung der Eintrittskarten per Überweisung erstattet. Hierzu liegen entsprechende Vordrucke am Veranstaltungsgelände aus bzw. händigt unser Einlasspersonal Ihnen diese Vordrucke aus. Eine Barerstattung des Kartenpreises können wir nicht vornehmen.
Über offizielle Vorverkaufsstellen erhobene Vorverkaufs- und Systemgebühren werden
nicht zurückerstattet.
Wird eine laufende Vorstellung abgebrochen, nachdem die Aufführung mindestens eine Stunde gespielt worden ist, gilt – wie bei Open-Air-Veranstaltungen allgemein üblich – die Leistung als erbracht und es besteht kein Anspruch auf Erstattung des Eintrittspreises oder den Besuch einer anderen Vorstellung.
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