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Plattdeutsche Fassung von Rolf Petersen Erst ist's chaotisch, dann wird's neurotisch, zumindest für Felix Bollmann, der durchaus einmal höhere Ziele im Leben hatte, nun aber der schlichten Tätigkeit eines Ganoven nachgeht. So hat er ein nettes, steuerfreies Einkommen, denn er ist gut in seinem Job. Besonders die Vorweihnachtszeit lässt die Kasse ordentlich klingeln, nicht nur in den Kaufhäusern, auch bei ihm. Doch als er wieder einmal schnell verschwinden muss, landet er unverhofft in einer Psycho-Praxis, und man hält ihn dort nicht wie gewohnt für den Weihnachtsmann, sondern für die Urlaubsvertretung des renommierten Therapeuten. Für kurze Zeit schnell mal in so eine Rolle zu schlüpfen, fällt ihm nicht schwer, aber als mit einer Patientin auch seine Beute entschwindet, muss er die Stellung halten, auf jeden Fall bis zur nächsten Konsultation. Nun ist mehr gefragt als ein paar flotte Sprüche, aber das schreckt einen Felix Bollmann nicht, egal, ob es die angeknacksten Patientenseelen zwanghaft mit Bikinis oder Rock 'n' Roll zu tun haben. Nur als dann auch noch ein Kommissar behandelt werden will, der seine Depressionen einem allzu erfolgreichen Ganoven verdankt, wird die Sache ein bisschen kritisch. „Der Neurosen-Kavalier“ wurde 1986 in Stuttgart uraufgeführt, wurde ins Englische, Französische, Tschechische, Ungarische, Luxemburgische, Hebräische sowie in Schwyzerdütsch übersetzt und 1995 mit Harald Juhnke in der Hauptrolle verfilmt. Mittlerweile wurde das Stück in rund 8000 Vorstellungen, in 88 Produktionen und in neun Ländern gezeigt. 1987 war es die erste in der DDR aufgeführte westdeutsche Boulevard-Komödie. Fritz-Reuter-Bühnen-Direktor Rolf Petersen hat sie ins Plattdeutsche übertragen und führt auch Regie.
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