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Nach dem Drehbuch des Films "Die Herbstzeitlosen“ von Sabine Pochhammer Die „Herbstzeitlose“ ist eine Blume, die im Herbst bis in den Oktober hinein und damit außerhalb der Blütezeit anderer Pflanzen blüht. Der wissenschaftliche Gattungsname „Colchicum“ leitet sich von einer Landschaft am Schwarzen Meer ab, der Kolchis im heutigen Georgien. Dort soll auch die Heimat der sagenhaften Medea sein, ihres Zeichens Giftmischerin und Zauberin. Martha und ihre Freundinnen Lilly, Hanna und Frieda sind keine Giftmischerinnen, im Gegenteil. Die alten Damen haben sich meist so benommen, wie es in ihrem Dorf von ihnen erwartet wird. Doch langsam wird es Zeit, einen aufgeschobenen Traum zu verwirklichen – Martha eröffnet ihre eigene Dessous-Boutique „Lütt Paris“. Ihr Sohn, der Pastor des Ortes ist, und der Bürgermeister haben allerdings andere Pläne mit dem ehemaligen Gemischtwarenladen von Marthas verstorbenem Mann. Und wenn das große Chortreffen viele Besucher in den Ort bringen soll, darf doch keine Reizwäsche in einem Schaufenster hängen – und sei sie noch so handgemacht. Wenn die Interessen von Politik und Religion gegen einen arbeiten, dann kann man schon in Versuchung geraten, zu giftigen Pflanzen zu greifen. Doch Martha findet einen besseren Weg. Mit Eigensinn, Charme und Witz geht es an die Verwirklichung ihres Traumes - tatkräftig von Lilly unterstützt. Auch Hanna und Frieda lassen sich nach anfänglicher Skepsis von dem neuen Wind anstecken und so wird das Chorfest am Ende zum Triumphzug für die vier. Stefan Vögel schrieb die Komödie „Altweiberfrühling“, die Katharina Waldmann genannt Seidel unter dem Titel „Lütt Paris“ an der Fritz-Reuter-Bühne inszeniert. Als Vorlage für das amüsante und zugleich nachdenkliche Stück diente der Film „Die Herbstzeitlosen“ von Susanne Pochhammer und Bettina Oberli.
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