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Carmen - Fototrailer
Ein großes Handlungsballett – live begleitet von der Mecklenburgischen Staatskapelle – ist die erste Premiere der Ballettcompagnie in der neuen Spielzeit. 1845 veröffentlichte Prosper Mérimée in einer Pariser Zeitschrift seine Novelle „Carmen“, in der die Titelheldin in unheilvolle Verstrickung mit einem baskischen Offizier gerät. Es sollte dann jedoch noch dreißig Jahre dauern, bis Georges Bizet mit seiner Adaption des Stoffes für die Opernbühne den Grundstein zu einem modernen Mythos legte. Die Kraft und die Sinnlichkeit, die von Bizets Musik ausgehen, haben viel dazu beigetragen, dass der Name „Carmen“ zum Synonym wurde für das Versprechen ungezügelter Leidenschaft. Die selbstbewusste Zigeunerin besteht auf ihrer Freiheit und absoluten Unabhängigkeit, und sie erwartet von den Männern, die sich auf sie einlassen, dass diese ebenso empfinden. Ein Prinzip, das sich auch bewährt, bis Carmen auf José trifft, der ihre Spielregeln der Liebe nicht anerkennt. Der „Carmen“-Mythos wurde lange Zeit – in der bildenden Kunst ebenso wie auf dem Theater – überwiegend von einer männlichen Sicht geprägt. Insofern erscheint es einmal mehr interessant, dass Choreographin Young Soon Hue sich in Schwerin des Themas aus weiblicher Perspektive nähert. Neben der „Carmen“-Suite des russischen Komponisten Rodion Shchedrin, der das musikalische Material der Oper Bizets 1967 zur Ballettmusik arrangierte, erklingen in der Schweriner „Carmen“ Auszüge aus konzertanten Werken Bizets. Davina Kramer, die seit 1999 im Ballettensemble des Mecklenburgischen Staatstheaters tanzt, beeindruckte in der vergangenen Spielzeit u.a. in der Titelrolle der „Carmen“ oder mit einem eigenen choreographischen Beitrag zu dem Kammertanz „Genesis“. Für diese besonderen Leistungen wurde sie in dieser Spielzeit mit dem Conrad-Ekhof-Preis der Schweriner Theaterfreunde geehrt.
Pressestimmen: Auszüge, 18.10.2010
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