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Mit Musik von Igor Strawinsky, David Lang, Michael Gordon u.a. Die Uraufführung von Igor Strawinskys Le Sacre du Printemps / Das Frühlingsopfer am 29. Mai 1913 im Pariser Théâtre des Champs-Elysées in der Choreographie von Vaslav Nijinskij sorgte für einen der spektakulärsten Skandale der Theatergeschichte. Ein Ballett, in dem ein archaischer Ritus der Menschenopferung gezeigt wird, widersprach offensichtlich zur Gänze den Erwartungen des damaligen Publikums. Und die Musik dazu stellte schlechterdings eine glatte Überforderung dar: Polytonalität als konsequentes harmonisches Prinzip, Polyrhythmik, Ostinati – also Elemente, die bei der weiteren Entwicklung einer modernen Musiksprache wegweisend waren – ließen das Publikum letztlich nur eines empfinden: Aggression! Mittlerweile hingegen ist Strawinskys Musik sowohl in den Konzertsälen als auch auf den Bühnen der Welt regelrecht heimisch geworden. Doch obgleich sich kaum jemand mehr ob des „Höllenlärms“ echauffiert, stellt Le Sacre du Printemps nach wie vor für jeden Choreographen eine besondere Herausforderung dar. Der junge Choreograph Lars Scheibner nimmt diese Herausforderung in Schwerin an. Nach dem überaus erfolgreichen Kammertanzabend „Trias/Bolero“ sowie dem begeistert gefeierten Jugendtanzprojekt „CARMINA BURANA“ begibt er sich in seiner nunmehr dritten Choreographie für das Mecklenburgische Staatstheater auf die Suche nach einer Antwort auf die Frage: Was bringt Menschen eigentlich dazu, Opferhandlungen zu vollziehen? Hierbei stellt er die Musik Igor Strawinskys in einen neuen Kontext, indem er im ersten Teil des Balletts sozusagen die „Vorgeschichte“ zum nachfolgenden Geschehen in Sacre erzählt. Es wird eine Forschungsreise tief hinein in die innersten Strukturen menschlichen Mit- und Gegeneinanders – ein für Zuschauer wie Tänzer gleichermaßen spannendes und womöglich auch überraschendes Unternehmen.
Pressestimmen: Kieler Nachrichten, 17.03.2009
Pressestimmen: Schweriner Volkszeitung, 16.03.2009
Pressestimmen: Ostsee-Zeitung, 16.03.2009
Pressestimmen: Nordkurier, 16.03.2009
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