Schweriner Volkszeitung
"Musikalisch gelang der Abend in allen Teilen großartig. Den groß besetzten Chor aus Opernchor und Singakademie hat Chordirektor Ulrich Barthel zu einem hervorragenden Gesamtklang verschmolzen. [...] Chefdirigent Matthias Foremny erreichte mit der Staatskapelle eine enorme Farbigkeit bei der Umsetzung der Partitur. Er hielt die Tempi frisch und lebhaft, ohne die Feinheiten der Details zu verwischen [...]. [...] Auch das Solistenensemble prägte die Aufführung mit prächtigen Stimmen. Bei Paul McNamara in der Titelrolle: anfangs noch die Anstrengung hinter der Partie, gewann seine Stimme im 2. und 3. Akt mehr und mehr an Farbe und Ausstrahlung, die er durch ausdrucksstarkes Spiel unterstützte. Die Sopranistin Kelly Cae Hogan, die schon die Senta im Fliegenden Holländer sang, überzeugte als Elisabeth vom ersten Moment an in der "Teuren Halle" mit klarem, reifem Timbre voller Kraft und Reinheit. Stephanie Weiss singt die Partie der Venus mit vehementem Ringen um den verlorenen Geliebten Tannhäuser.
Unter den Minnesängern besticht Markus Vollberg als Wolfram mit wunderschön weichem Bariton, mit dem er am Ende den Abendstern besingt, und vermittelt mit Ruhe zwischen den Parteien."
Michael Baumgartl, 23.01.12
Ostsee-Zeitung
"Ein zweites Mal in dieser Saison ist dem Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin große romantische Oper groß gelungen, mit der Premiere von Richard Wagners "Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg" am Freitagabend: szenisch von echt theatralischer Attraktivität, musikalisch eine starke Ensembleleistung. [...] Regisseur Arturo Gama bleibt bei Wagner und unterwirft sich ihm dennoch nicht. Er verzichtet auf eilfertige (und meist peinliche) Aktualisierungen ebenso wie auf (ebenso peinliche) mittelalterliche Ritterromantik.
Sein Geschehen - in der wirkungsmächtigen Ausstattung von Matthias [sic] Rümmler - spielt weder eindeutig hier und heute, noch damals auf Wartburg, sondern in einem zeitunabhängigen Kunstraum, fast ein seelisches Labor - ohne psychologisierende Finessen, bleibt stets künstliche und kunstvolle Oper. [...] Das Schweriner Sängerensemble lässt kaum wesentliche Wünsche offen, besonders mit einer herausragenden Kelly Cae Hogan als Elisabeth, mit einem kraftvollen Paul McNamara als Tannhäuser."
Heinz-Jürgen Staszak, 24.01.12
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Pressestimmen
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