Ostsee-Zeitung
„Schrill, bunt, aggressiv - so lebhaft und leidenschaftlich hat Theater auf jeden Fall eine Zukunft. Gerhart Hauptmann hätte es sicher überrascht, dass ein ganzes Ensemble mit einem zackig im Chor gebrüllten „Jawoll, Herr Hauptmann!" sein Stück eröffnet oder innig mitfühlend seine Regieanweisungen vorträgt. Hier scheint's, als seien die Figuren aus Georg Grosz' schärfsten Karikaturen zum Leben erwacht. Und nun rasen sie, grell geschminkt und kostümiert, mit fieberndem Temperament über die Bühne und spielen ein wild anarchisches, bitter lustiges und sozial scharf beobachtendes Theater zwischen Kasperade und Farce.“
(...)
„Der damals 31 -jährige Autor ' hatte sich mit ersten naturalistischen Stücken das konservative Schmähurteil erarbeitet, der „unsittlichste Bühnenschriftsteller des Jahrhunderts" zu sein. Und solch streitbaren Geist möchten wir über 100 Jahre später natürlich produktiv wirken sehen. Dem Gastregisseur Herbert Fritsch, einem langjährigen Weggefährten Frank Castorfs an der Volksbühne, gelingt das überwältigend.“
Dietrich Pätzold, 05.06.2010
alle
Pressestimmen
|