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    In der Bar zum Crocodil

    Quelle: Auszüge
    vom: 10. März 2010
    Mehr Infos zu: In der Bar zum Crocodil



    Folker 5/11

    "(...)Doch hier geschieht ein Bühnenwunder: Selbst bei Stücken, die einen sonst unwillkürlich nachschauen lassen, ob es nicht auch im Konzert eine Skiptaste gibt, hört man plötzlich wieder hin, genießt Pointen, Reime und Wortspiele, die einem gar nicht mehr bewusst waren. Denn Weißbach verlässt sich nicht auf die Sogwirkung eingängiger Melodien und griffiger Refrainzeilen, schon gar nicht imitiert sie die berühmten Erstinterpretinnen wie Marlene Dietrich oder Zarah Leander. Sie setzt auf die Geschichte der Lieder und baut sich, von Kopf bis Fuß bühnenbewusste Schauspielerin, aus ihnen fast ein kleines Theaterstück."

    (...)

    "Der in Deutschland lebende Amerikaner John R. Carlson hilft nicht nur am Flügel, sondern auch schauspielerisch mit, dem Zuschauer Lolas Erfahrungen lebendig vor Augen zu führen."

    (...)

    "Politische Hintergründe bekommt man nicht eingehämmert, es bleibt bei wohltuend subtilen Andeutungen (Regie: Ralph Reichel)."

    (...)

    "(...)sprühte vor Begeisterung für die alten Lieder und deren Lebensgier. Von der sollten wir uns manchmal eine Scheibe abschneiden."

    Stephan Göritz

    Schweriner Volkszeitung

    "So wird der Abend keine bloße Abfolge der alten Hits, kein eigentlicher Liederabend, sondern der Abend einer singenden Schauspielerin, einer schauspielernden Sängerin. Ein großer Abend für Teresa Weißbach. Die, dürfte man despektierlich sein, mit dem gängigen Bild für eine furios und atemberaubend lebendig, wie im Rausch ganz vorn an der Rampe agierende Schauspielerin umschrieben werden müsste. Eine Komödiantin als Diva. Eine Sängerin, die mit verruchter oder glockenklarer Stimme verzaubert. Die mit dem Gestus der 20er- und 30er-Jahre ironisch spielt, die steppt und improvisiert."

    Holger Kankel, 10.03.2010

    Potsdamer Neueste Nachrichten

    "(...)Die Frage kam auf, ob man tatsächlich seine kostbaren Abendstunden für einen weiteren Liederabend mit Kassenschlagern der 20er und 30er Jahre opfern wollte? Und wie man das wollte! Weil diese junge Frau eine sensible und intelligente Zeitreise an den Beginn des 20. Jahrhunderts unternahm, die unter anderem eines in den Mittelpunkt stellt: Die Verschiebung eines Rollenbildes und den Wunsch einer Frau. Künstlerin zu sein, frei und nur sich selbst gehörend. Weil sie dabei Humor bewies und zwischen rotzig und sanft, sinnlich und lasziv hin und her lancierte, ohne sich anzubiedern oder zu dick aufzutragen. Und weil sie mit der Kunstfigur Lola die Hauptfigur einer stringent erzählten Geschichte schaffte, die neben der Kunst und der Politik vor allem eines zum Thema hat, die Liebe. Diese Frau ist von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt, auch wenn sie weiß, dass Liebe manchmal Lüge bedeutet oder das vergebliche Warten."

    (...)

    "Dezent und vor allem mit Hilfe der Musik und kleinen Requisiten wie Morgenmantel, Sektglas, Blumenstrauß oder Zigarettenspitze baut Theresa Weißbach den Fortgang der Karriere einer Künstlerin in den 20er Jahren in ihre Geschichte ein und das Publikum, das immer wieder herzhaft lachen muss über so viel ungestüme Weiblichkeit, hat Teil an Erfolg und Männergeschichten."

    (...)

    "Ständiger Begleiter von Theresa Weißbachs Abend „In der Bar zum Crocodil" ist übrigens der Pianist und Tänzer John R. Carlson, der der Schauspielerin in nichts nachsteht und mit versoffener Stimme a la Tom Waits musikalischen Beitrag leistete, mit Eleganz und Grazie einen kleinen Solotanzpart übernahm und slapstickhafte Einlagen bot, die herzzerreißend komisch waren und vor allem von seinem verrückten Minenspiel lebten.(...)"

    Andrea Schneider, 20.01.11

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