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    1918 - 1944 | 1945 - 1989 | 1989 - 2001
    Am 15. November 1918 wird das Hoftheater zum Landestheater, 1926 Mecklenburgisches Staatstheater. Die Niederdeutsche Bühne wird dem Staatstheater angeschlossen und später als Berufsbühne anerkannt. Im Schauspiel kommen nun öfter sozialkritische Stücke - u.a. von Hauptmann, Ibsen, Strindberg, Wedekind - in den Spielplan. Es gastieren: 1924 Paul Wegener im "Totentanz" von Strindberg, 1926 das Moissi-Ensemble mit "Gespenster" von Ibsen, 1927 das Wiener Burgtheater, 1927 und 1928 die Gesellschaft von Max Pallenberg aus Berlin.

    Opern von Richard und Siegfried Wagner, Strauss, d´Albert, Schillings, Pfitzner, Krenek bestimmen das Gesicht des Opern-Spielplans. 1931 findet die Uraufführung von Paul Graeners Oper "Friedemann Bach" mit Walter Ludwig in der Titelpartie statt. 1932 wird die Neubearbeitung von Haydns "Welt auf dem Monde" erstaufgeführt und von vielen Rundfunkstationen, bis hin nach Amerika, übertragen.

    Ab 1933 mischen sich die Nationalsozialisten massiv in die Personal- und Spielplanpolitik des Theaters, vor allem des Schauspiels ein. U.a. werden Lessings "Nathan" und sogar Schillers "Tell" verboten. Kleists "Prinz von Homburg" und Goethes "Bürgergeneral" deuten die Richtung an, in der Klassik ausgewählt und interpretiert wird, aber auch faschistische Stücke wie "J.M. Schlageter" werden gespielt.

    Während des nationalsozialistischen Regimes kann die Oper trotz verstärkter Tendenz zu Operette und Revue bedeutsame Inszenierungen herausbringen, wie "Zar Saltan" von Rimski-Korssakow, "Dr. Johannes Faust" von Hermann Reutter, "Die Zaubergeige" von Werner Egk, "Der Arme Heinrich" von Hans Pfitzner, "Die vier Grobiane" und "Sly" von Ermanno Wolf-Ferrari. Die letzte Opernaufführung vor Schließung aller deutschen Theater durch Goebbels ist in Schwerin Beethovens "Fidelio" am 31. August 1944.

    Text: Horst Schwarz-Linek

    1945 - 1989       1989 - 2001   

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