|
Insgesamt erweist sich das Mecklenburgische Staatstheater Schwerin mit der Attraktivität des Hauses und seinen hohen künstlerischen Leistungen als kulturelles Zentrum des Landes Mecklenburg-Vorpommern und als wichtiger touristischer Anziehungspunkt. Beachtlichen Zuspruch erhält es auch aus Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Zusätzliche Impulse gehen von den seit 1993 stattfindenden Schlossfestspielen aus.
Zu DDR-Zeiten war das Theater dem Rat des Bezirkes und später dem Rat der Stadt unterstellt. Die Rechtsträgerschaft lag bis Sommer 2001 bei der Stadt, die Liegenschaft ist jedoch Landeseigentum. Wegen der Finanzierung des Theaters durch das Land Mecklenburg-Vorpommern und die Stadt Schwerin hatte es langwierige Auseinandersetzungen gegeben, begleitet von spektakulären Aktionen (nicht nur) der Schweriner Theaterfreunde, von verdienstvollen Image- und Sponsoring-Bemühungen der "Gesellschaft der Freunde des Mecklenburgischen Staatstheaters" und von einschlägigen Sparmaßnahmen, mit denen die Intendanz unter Joachim Kümmritz an der Lösung der Finanzprobleme mitwirkte. Mit der Überführung des Theaters in die Rechtsform einer GmbH wurde 2001 ein wichtiger Schritt getan, um Theater- und Konzertbetrieb entsprechend den großen Traditionen und Erfolgen des Hauses aufrecht erhalten zu können. So können im Spielplan weiterhin Oper, Musical, Operette, Ballett, Schauspiel, Niederdeutsches Schauspiel und Puppentheater angeboten werden. In den Theaterbetrieb integriert ist der umfangreiche Konzertplan der Mecklenburgischen Staatskapelle.
Die Leitung des Hauses liegt heute bei dem Generalintendanten und Geschäftsführer der Theater-GmbH, Joachim Kümmritz. Vorsitzender im Aufsichtsrat ist Dr. Lothar Wilke. Hauptspielstätten sind gegenwärtig das Große Haus (545 Plätze), das Konzertfoyer (bis zu 220 Plätze) und das E-Werk (100 Plätze). Weitere, für Theateraufführungen gelegentlich genutzte Schweriner Spielstätten sind der Alte Garten, das werk3 und das Freilichtmuseum in Schwerin-Mueß. Der regelmäßige Abstecherbetrieb der Fritz-Reuter-Bühne konnte nach 1989 auf den gesamten norddeutschen Raum ausgedehnt werden.
Das Theater hat seine Beschäftigtenzahl von 530 im Jahr 1989 auf inzwischen rund 320 reduziert. Mit den Besucherzahlen der letzten Jahre (2007 ca. 200.000) nimmt das Mecklenburgische Staatstheater Schwerin einen der führenden Plätze unter den deutschen Theatern ein, was umso bemerkenswerter ist, wenn man die Einwohnerzahl Schwerins mit unter 100.000 bedenkt.
|